Fotografie und Fotokunst

Autor: Oliver Spalt

Der nächste Ausbildungsdurchgang startet im Oktober 2016.

Fotografie und Fotokunst ist einer der Schwerpunkte der Zusatzausbildung Kulturpädagogik. Mehr Informationen zu unserem Arbeitsverständnis siehe hier. Um Näheres über die Einzelseminare des Schwerpunktes zu erfahren bitte hier klicken.
Das Ausbildungsteam
wird unter diesem Link vorgestellt.

Dieser Schwerpunkt entfacht das Feuer für kreative Fotografie und zeigt, wie man das enorme Potential dieses schöpferischen Mediums an Kinder und Jugendliche zielgerichtet weitergeben kann.

Schwerpunkt Fotopädagog

Die Beschreibung des
Schwerpunktes Fotografie
als Download

Die bisherigen AbsolventInnen nutzten die Ausbildung um ihr eigenes künstlerisches Profil zu vertiefen, ihr pädagogisches Methodenrepertoire zu bereichern, sich neue Tätigkeitsfelder zu erschließen und/oder sich ein zusätzliches berufliches Standbein aufzubauen.

Dementsprechend gestalten sich die Ziele des Schwerpunktes:

  • Fotografie als individuelle künstlerische Ausdrucksform nutzen.
  • Fotografie gezielt als kreative Methode der kulturellen Bildung einsetzen.
  • Fotografie für die eigene berufliche Tätigkeit gewinnbringend anwenden.

Die Seminare umfassen die Vermittlung der wichtigsten Techniken, die eigene Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie, die Berücksichtigung künstlerischer und sozialer Komponenten in der Fotoarbeit sowie das zielorientierte Einsetzen der Fotografie in der pädagogischen Arbeit.

 

Um einen Transfer des Erlernten sicherzustellen, achten wir darauf, mit wenig Materialien, möglichst kostenloser Software und nur den notwendigsten Ausrüstungsgegenständen zu arbeiten. Schon mit wenigen Mitteln können wertvolle und beeindruckende Ergebnisse erzielt werden.

Im ersten der drei Seminare erleben die TeilnehmerInnen die Leichtigkeit und Faszination der Fotografie in ihrer ursprünglichsten Form. Hier erlernen sie wertvolle und leicht umsetzbare Möglichkeiten, Fotografie in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen anzuwenden.

Im zweiten Seminar können die TeilnehmerInnen eigene Erfahrungen mit dem Medium Fotografie sammeln. Es geht darum, Fotografie als persönliches Ausdrucksmittel zu entdecken und sich dabei immer neu davon begeistern zu lassen.

Das dritte Seminar bietet die Möglichkeit, verschiedene kreative Methoden der digitalen Fotografie und Bildbearbeitung kennenzulernen und diese auf die konkreten Bedingungen der Kinder- und Jugendarbeit zu übertragen.

In der darauf folgenden Co-Leitung und Leitung eines eigenen Seminars werden diese Fähigkeiten gefestigt und weiter ausgebaut.

Im Einzelnen werden folgende Kompetenzen vermittelt:

Künstlerische Kompetenz

Der Schwerpunkt Fotografie bietet Raum für die eigene künstlerische Auseinandersetzung mit der Fotografie. Die Seminare bieten die Möglichkeit, sich für das Medium zu begeistern, eigene Ausdrucksweisen zu entdecken und so auf dem Weg der eigenen künstlerischen Betätigung weiterzugehen.

Durch fachliche Begleitung sowie in Besprechungen mit der Seminargruppe und den ReferentInnen werden die TeilnehmerInnen angeregt, ihr kreatives Potential spielerisch in fotografischen Augenblicken auszudrücken und neue künstlerische Wege zu beschreiten.

Handwerkliche Fähigkeiten

Die Seminare vermitteln wesentliche fotografische Techniken. Das Spektrum reicht von einfachster Low-Tech Fotografie über das Beherrschen wesentlicher Kamerafunktionen sowie Film und Bildentwicklung im Schwarzweiß Labor bis hin zur Digitalfotografie und Bildbearbeitung sowie deren vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten.

Die TeilnehmerInnen erhalten während der Fortbildung ausreichend Übungsmöglichkeiten, um ihr Wissen zu festigen und zu verfeinern. Dabei werden spezielle Techniken der Fotografie vorgestellt und durchgeführt, die sich gerade für die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gewinnbringend einsetzen lassen.

Pädagogik

Fotografie motiviert! Die Fotografie eignet sich hervorragend, um Gruppenprozesse zu gestalten und um Kinder und Jugendliche gezielt zu fördern. Sie motiviert durch viele kleine Schritte und Erfolge und begeistert auch über eine längere Zeitspanne.

Fotografie diszipliniert! Bei jedem einzelnen Teilschritt des fotografischen Prozesses können wir sehen, wie genau wir gearbeitet haben. Um ein ansprechendes Ergebnis zu erzielen, begeistern sich Kinder und Jugendliche gerne für ein genaues Arbeiten.

Fotografie hilft zu reflektieren! Ein eingefangener Augenblick erzählt viel über die ganz persönliche Sicht desjenigen, der hinter der Kamera steht. Ein Bild wird so zum Spiegel, in dem sich die Fotograf/In erkennt. Das Betrachten und Reflektieren von Fotos kann wertvolle pädagogische und künstlerische Prozesse anregen.

Fotografie erzählt! Kinder und Jugendliche können zeigen, was sie beschäftigt, wie sie sich selber verstehen, was sie empfinden und welche Prozesse sie durchlaufen. Fotografie als visuelle Ausdrucksform spricht direkt an, unabhängig von etwaigen Sprachbarrieren.

Methodik-Didaktik

Nach den einzelnen Seminarabschnitten werden die Inhalte und Methoden reflektiert und Einsatzmöglichkeiten des Mediums Fotografie in den Handlungsfeldern der TeilnehmerInnen besprochen. Die TeilnehmerInnen erlernen die Vermittlung von fotografischem Grundwissen und erarbeiten dazu gemeinsam mit den Referenten didaktische Vorgehensweisen. Sie lernen, Fotografie als ein pädagogisches Medium methodisch einzusetzen.

Konzeptionelle und organisatorische Fähigkeiten

Die TeilnehmerInnen werden befähigt, Konzepte für die Anwendung der Fotografie als Medium in der Kinder- und Jugendarbeit zielgruppen- und bedürfnisorientiert zu erstellen. Sie lernen, ein Fotolabor und eine digitale Bildbearbeitungsstation aufzubauen, zu strukturieren und zu verwalten. Sie planen, entwickeln und organisieren eine Fotoaktion für Kinder oder Jugendliche und führen diese im Rahmen des Praktikums durch.

Voraussetzung für die Teilnahme

Fotografische Kenntnisse sind nicht erforderlich!
Mitzubringen sind Interesse an der Fotografie, Begeisterungsfähigkeit, Experimentierfreudigkeit sowie die Bereitschaft, das Gelernte in selbstorganisierten Übungseinheiten zu vertiefen.

An Ausrüstung bedarf es nach Möglichkeit einer digitalen Spiegelreflexkamera, es geht aber auch eine gute digitale Sucherkamera. Schön wäre eine analoge Spiegelreflexkamera und ein Laptop.
Ist dies nicht vorhanden, so wird die Ausrüstung während der Seminare gestellt.

Mehr Informationen unter
www.institutgauting.de
www.jugendsiedlung-hochland.de

Die Zusatzausbildung befähigt, kulturelle Bildungsprozesse in der Kinder- und Jugendarbeit zu initiieren und Jugendräume zu gestalten. Die Ausbildung vermittelt die Erfahrung der eigenen schöpferischen Fähigkeiten, die Auseinandersetzung mit der individuellen Konzeptfindung und die praktische Anleitung von kreativen Prozessen.