Fotogramme – Spiel mit Licht, Schatten und Transparenz

Fotogramme bieten eine faszinierende Möglichkeit, mit Licht und Gegenständen ganz neue eigenartige Kunstwerke zu schaffen. Gegenstände bekommen durch das Spiel mit Licht und Schatten neue Formen und einen anderen Charakter. Transparente Gegenstände geben dem Bild eine oft verzaubernde Stimmung. Dadurch eignen sich Fotogramme gut zur Illustration von Geschichten, zum Erstellen von Grußkarten oder von plakativen Bildern.

Fotogramm mit Pflanzen (Quelle: Jonn Leffmann – Wikimedia Commons)

Der Fotograf Man Ray hat sehr viel mit Fotogrammen experimentiert. Nicht ganz uneitel nannte er sie „Rayographien“.

Mit Fotogrammen lassen sich in der Dunkelkammer nötige Arbeitsschritte einüben, die man später für die Bildentwicklung braucht. Außerdem wird das Abstraktionsvermögen durch die Schatten- und Lichtspiele der Materialien gesteigert. Sie eignen sich auch für das Experimentieren in größeren Gruppen.

Material

Benötigt werden ein dunkler Raum mit Rotlicht, Fotopapier, Entwickler, Wässerungs- und Fixierbäder, pro Arbeitsplatz eine Schreibtischlampe oder ein Vergrößerer, lichtdurchlässige und lichtundurchlässige Materialien (Papier, Blätter, Gläser, Spielzeugfiguren, Gardinenstoff, Folien, …).

Durchführung

Bei Rotlicht werden die Gegenstände auf dem Papier je nach Bildidee positioniert. Dann wird für ein paar Sekunden die Schreibtischlampe angemacht oder mit dem Vergrößerer belichtet. Die Belichtungszeit muss ausprobiert werden. Das so belichtete Papier wird ganz normal entwickelt und fixiert.

Fotogramm mit Laborutensilien (Quelle: Oliver Spalt – Wikimedia Commons)

Variationsmöglichkeiten

Der Experimentierlust sind alle Türen geöffnet. Es können z.B. zuvor Scherenschnitte von Figuren hergestellt und so Märchen illustriert werden. Gräser und Blumen können genauso aufgelegt werden wie beispielsweise beschriftete Klarsichtfolien, um Grußkarten zu erstellen.

Eine ganz besondere Wirkung erhält man, wenn man Eisenpulver oder feine Metallspäne auf das Papier legt und sie durch einen Magneten anordnen lässt.

Eine besondere Form sind Cyanotypie-Fotogramme oder auf Fotogramme mit Solarpapier. Hier benötigt man keine Dunkelkammer und kann bei Tageslicht arbeiten.

Mrz 14th, 2018 | By | Category: Ideen und Tipps

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